Concordance SA
Interview: Herr Roger Hartmann
24. Januar 2019

Es war einmal…

1. Welche Geschichte hat Concordance? Wie ist dieses Familienunternehmen entstanden?

Es war vor 26 Jahren…
Wir begannen mit der Hauslieferung einiger Gerichte, ca. zehn pro Tag, die in der Küche des Pflegeheims Les Pergolas (Claire Magnin-Stiftung) in Chexbres hergestellt wurden.

Später, nach Verhandlungen mit dem Kanton Waadt, begann die Küche des Pflegeheims Les Pergolas, so um die 40 Gerichte auszuliefern, und seither stieg die Nachfrage nur noch an.

Damit waren wir schließlich in Lage, ein richtiges Unternehmen zu gründen. 1993 wurde die Aktiengesellschaft Concordance gegründet, 1998 wurde ich Eigner von 90% der Aktien, und die Claire-Magnin-Stiftung behielt die restlichen 10%.

Parallel dazu blieb ich weiterhin in der Leitung der Claire-Magnin-Stiftung und beteiligte mich gleichzeitig am Aufbau des Projekts Concordance. Damals belieferten wir das Schwimmbad und den Tennisclub von Chexbres und hatten auch ein Familienrestaurant in Montreux.

Von Anfang an hatten wir drei Tätigkeitsbereiche: Gemeinschaftsverpflegung, Restaurantbetrieb und Catering. Gegenwärtig haben wir noch ein Restaurant, das Urban CROC in Puidoux, sowie einen Catering-Service.

Ich war schon immer vom Restaurantbetrieb und dem medizinischen Umfeld umgeben.
Mein Vater war Küchenchef und hatte sein Restaurant in Montreux, und meine Mutter leitete ein Pflegeheim.
Ich meinerseits konnte deshalb diese beiden Aktivitäten kombinieren.

Als das Schulzeitgesetz verabschiedet wurde, mussten viele Schulen den Schülern ein Mittagessen anbieten, was für unser Unternehmen ein großer Vorteil war. So konnten wir Gerichte an Schulen und Kindergärten verteilen und so unsere Aktivitäten weiter ausbauen.
Derzeit beliefern wir mehr Schulen und Kindergärten als Pflegeheime. Unser Aktionsradius ist größer geworden und wir liefern jetzt sogar bis in den Kanton Genf.

Unser Unternehmen hat einige Stadien der Umstrukturierung und Anpassung an die Nachfrage durchlaufen, die bis heute noch ansteigt. Wir haben in den 26 Jahren den Jahresumsatz von anfangs 800.000 Franken auf heute 11 Millionen Franken gesteigert. Wir hätten uns wahrlich nicht vorstellen können, mit Concordance so weit zu kommen.

Ich frage mich, was die Zukunft für uns bereithält.
Nach so vielen Jahren des Wachstums werden wir nun der Konsolidierung von Concordance mehr Zeit widmen.

 

Nachhaltige Entwicklung:

2. Warum engagieren Sie sich für die Nachhaltigkeit?

Man sieht, dass die heutige Generation die Probleme erkennt, die es im Hinblick auf die Ressourcen gibt. Eines Tages wird es keine mehr geben, denn Ressourcen sind nicht immateriell, und es liegt in unserer Verantwortung, etwas zu tun.

Jeden einzelnen darauf aufmerksam zu machen, bei der Entwicklung auf eine respektvollere Vorgehensweise zu achten, liegt heute in der Verantwortung jedes Menschen. Ich bin mir dessen bewusst, ohne ein extremer Ökologe zu sein, jedoch bin ich für eine ökologische Evolution und Ecocook ist ein Teil davon.

Wir arbeiten in einem für den Menschen lebenswichtigen Sektor, der Lebensmittelbranche, und wir haben eine große Verantwortung gegenüber unseren Verbrauchern. Es ist wichtig, auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten, qualitativ hochwertige und so viel saisonale Produkte wie möglich zu verwenden, aber es ist auch wichtig, unsere Abfälle korrekt zu entsorgen und auf erneuerbare Energien, usw. zu setzen.

Ecocook fordert uns auf, dabei aktiv mitzuwirken, was eine gewisse Verbesserungsdynamik mit sich bringt. Wir sehen, dass unsere Mitarbeiter nachdenken, sich selbst Fragen stellen und sogar einige nachhaltige Praktiken zu Hause anwenden.

Generell beobachte ich eine Entwicklung unserer Gesellschaft zum Wohle zukünftiger Generationen.
 

Ecocook :

3. Wie verlief die Einführung von Ecocook in Bezug auf Organisation und Zeitaufwand?

Viele nachhaltige Praktiken wurden bereits vorher umgesetzt. Für uns war es mehr eine Anerkennung als eine Ergänzung zur Arbeit.
Wir mussten einige Punkte verbessern, zum Beispiel die Entscheidung für ökologische Reinigungsprodukte, aber im Allgemeinen war die Einführung der Zertifizierung eher eine Anerkennung unserer Bemühungen.

4. Wie werden Ihre Partner, Mitglieder und Kunden Ihrer Meinung nach die Tatsache wahrnehmen, dass Sie nach Ecocook zertifiziert sind und dass Sie das Programm der kontinuierlichen Verbesserung für einen nachhaltigen Ecocook-Restaurantbetrieb befolgen?

Heute sehen wir, dass die Nachfrage nach dieser Zertifizierung bei unseren Kunden und Partnern zunehmend präsenter ist.

Sie ist auch eine Anerkennung, eine Absatzförderung, denn sie ermöglicht uns, unseren Bemühungen einen Wert zu verleihen und darauf aufmerksam zu machen, wie gut wir unsere Arbeit machen. Die Ecocook-Zertifizierung ist auch ein Image und eine externe Ausdrucksweise, da man sich nicht selbst zertifiziert; dies hätte keinerlei Wert.

Die Zertifizierung ist eine Garantie unseres Willens und unserer ehrlichen Verpflichtung, alles zu tun, um die Zukunft zu verbessern!