Sechs Jahre nach der COP21, die das Pariser Abkommen hervorbrachte, das als Ziel einer Erwärmung von + 1,5 °C bis zum Ende des Jahrhunderts beschlossen hatte, trafen sich die Staats- und Regierungschefs vom 31. Oktober bis 12. November in Glasgow zu historischen Verhandlungen.

Am Ende dieser zwei Wochen waren jedoch viele Enttäuschungen zu spüren. Die Ergebnisse sind gemischt. Die Schweizer Delegation drückte insbesondere ihre tiefe Enttäuschung über die letzte Änderung des COP26-Erklärungsentwurfs zum Kohleausstieg aus. Mehrere Staaten, darunter Indien und China, haben angeboten, auf einen „Phase-Down“ hinzuarbeiten, anstatt „Beschleunigungsmaßnahmen“ in Richtung eines „Ausstiegs“ von Kohle zu fordern (RTS, 2021). Dennoch wurden viele Ambitionen nach oben revidiert und einige abgeschlossene Vereinbarungen sind vielversprechend. Rund hundert Länder, darunter die EU, die Vereinigten Staaten und Baisil, haben sich insbesondere verpflichtet, ihre Methanemissionen bis 2030 um 30 % gegenüber 2020 zu reduzieren. Die Unterzeichnerstaaten decken fast die Hälfte der weltweiten Methanemissionen. Wir bedauern, dass Länder wie China, Indien und Russland dieses Abkommen nicht unterzeichnet haben.

Die COP27 wird nächstes Jahr in Ägypten stattfinden, hoffentlich werden bis dahin die getroffenen Entscheidungen umgesetzt und respektiert.