1. Könnten Sie uns ein paar Worte über sich und Ihren Lebenslauf erzählen?

« Ursprünglich komme ich aus der Sportwelt, wo Events und Gastronomie sehr präsent sind. Ich hatte schon immer einen engen Kontakt zu Cinq Sens. Nach einer beruflichen Pause und einer Reise wurde ich von dem Unternehmen kontaktiert, um in ihr Team aufgenommen zu werden. Eine meiner ersten Aufgaben war es, die Betreuung der EcoCook-Zertifizierung zu übernehmen, die meine Vorgängerin Lise-Marieke Richard erfolgreich durchgeführt hatte.»


2. Welche Entwicklungen konnten Sie im Laufe der Jahre in Bezug auf die Essgewohnheiten Ihrer Kunden und Konsumenten beobachten?

« Der lokale und regionale Aspekt nimmt bei den Anfragen der Kunden immer mehr an Wichtigkeit zu. Sei es durch unseren Catering-Service für Unternehmen, unsere Dienstleistungen für ausserschulische Einrichtungen oder unsere Catering-Events, immer mehr Kunden wenden sich in diesem Sinne an uns.

Wir haben auch eine steigende Nachfrage nach vegetarischen und/oder auf besondere Ernährungsbedürfnisse abgestimmten Mahlzeiten festgestellt.»


3. Wie sehen Sie in Zukunft die Integration von Nachhaltigkeitsprinzipien in der Gastrobranche?

« Es ist wichtig, dass alle Beteiligten in der Branche sich der nachhaltigen Herausforderungen im Gaststättengewerbe bewusst sind. Dies geht weit über den Endverbraucher hinaus. Saisonalität, Produktionsweise und Herkunft der Produkte werden zunehmend an Bedeutung gewinnen und alle Beteiligten müssen sich dessen bewusst sein, damit der Gastronomiesektor einen positiven Einfluss auf die globale Nachhaltigkeit hat.»

 

Bezüglich des Zertifizierungsprogramms EcoCook Nachhaltiges Restaurant


4. Warum haben Sie sich für die Zertifizierung EcoCook® Nachhaltiges Restaurant entschieden?

« Wir hatten bereits seit mehreren Jahren eine nachhaltige Philosophie, indem wir das Label „Fait Maison“ hatten und so viel wie möglich mit möglichst nachhaltigen Produkten aus der Region arbeiteten. Als sich die Gelegenheit ergab, die Zertifizierung unserer Aktionen zu entwickeln, war es für uns selbstverständlich, uns in dieses Abenteuer zu wagen. An der EcoCook-Zertifizierung gefiel uns, dass sie über die Endprodukte auf den Tellern hinausgeht und alle Aspekte der nachhaltigen Entwicklung in allen Produktionsketten des Unternehmens berücksichtigt.»


5. Gab es während der Zertifizierung irgendwelche Herausforderungen, denen Sie sich stellen mussten, und wie wurden sie angegangen?

« Wir alle mussten uns bestimmter Aspekte und der Auswirkungen, die unsere Handlungen haben können, bewusst werden. Wir mussten einige Gewohnheiten ändern, aber insgesamt ist das gesamte Unternehmen von diesem nachhaltigen Projekt überzeugt.»


6. Was hat sich vor und nach der Einführung des EcoCook®-Programms verändert und welche Auswirkungen hatten diese Veränderungen auf Ihre Produktionsküche?

« Die Zertifizierung hat die Praktiken des Unternehmens beleuchtet. Wir konnten uns bewusst machen, welche guten Praktiken weiterentwickelt und welche schlechten verändert werden müssen. Dank der Zertifizierung können sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden relativ leicht erkennen, welchen Einfluss Cinq Sens in seinen täglichen Handlungen hat. Dies führt zu einer gewissen Bewusstseinsbildung und fordert unsere Teams heraus, ihre Praktiken zu verbessern.»


7. Was denken Sie, wie Ihre Kunden die Zertifizierung Ihrer Produktionsküche mit dem EcoCook® Nachhaltiges Restaurant Level 4 wahrnehmen werden?

« Ich denke, dass dies einen echten Mehrwert für unser Unternehmen darstellt. Es gibt viele Labels im Lebensmittelbereich, aber nur wenige sind so umfassend und berücksichtigen so viele Faktoren. Zudem sind wir das erste Unternehmen in der Region Neuchâtel, das diese Zertifizierung erhalten hat, und darauf sind wir sehr stolz. Wir hoffen, dass dies andere Cateringdienste im Kanton ermutigen wird, diesen Weg einzuschlagen.»


8. Was sind Ihre nächsten Ziele?

« Wir werden unser Unternehmen und unser Gastronomieangebot weiterentwickeln, um die beste Qualität anzubieten und gleichzeitig so nachhaltig wie möglich zu sein.  So werden wir weiterhin lokale Produkte in den Vordergrund stellen und dabei unsere derzeitigen Praktiken beibehalten und verbessern.»