EcoCook® ist die einzige schweizerische Zertifizierung in der Gastronomie, welche die nachhaltigen Praktiken eines Restaurants auf allen Ebenen anerkennt. Für die Verbraucher ist EcoCook® vor allem ein Garant für diese Praktiken und Verpflichtungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit.

In diesem Artikel befassen wir uns mit den Verpackungen, mit Umweltfragen im Zusammenhang mit diesen Produkten und was dies für den Gastronomen bedeutet, der ein nachhaltiges Produkt verwenden möchte.

Verpackungen wirken sich nicht nur während ihrer Herstellung und Distribution auf unsere Umwelt aus, sondern auch dann, wenn sie zu Abfall werden. Um eine Verpackung verantwortungsbewusst auszuwählen, ist es notwendig, verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, insbesondere:

  • Die Verwendungsart
  • Die Auswirkungen des Materials oder der Materialien während ihrer Herstellung, ihres Vertriebs und am Ende ihrer Lebensdauer
  • Die Lebensdauer
  • Die Recyclingfähigkeit
  • Recyclingfähigkeit
  • Die Keit

Gegenwärtig findet man auf dem Markt verschiedene Arten von Materialien, und die Auswahl ist groß (Kunststoff, Papier, Glas, Aluminium, biologisch abbaubare Materialien, Verbundwerkstoffe usw.).

Wie wählt man also das beste Material aus? Was sind seine Auswirkungen auf die Umwelt? Wie lang ist seine Lebensdauer? Ist es wiederverwendbar, recyclingfähig? Erfüllt es in Bezug auf seine Nutzung und Kosten seinen Zweck?

Wir werden diese Aspekte für die Hauptgruppen von Materialien in unseren nächsten Publikationen überprüfen. Jede davon wird sich einer Materialart widmen.

In dieser zweiten Publikation werden wir uns mit biologisch abbaubaren Materialien befassen.

2. Veröffentlichung: Biologisch abbaubare Materialien

In der Gastronomie sind biologisch abbaubare Materialien in allen Formen anzutreffen, u a. als Teller, Becher, Besteck, Servietten, Beutel, Verpackungen für To-Go-Gerichte oder sogar für Dienstleistungen vor Ort.

Mit der Herstellung dieser Produkte begann man in den 1990er Jahren als Alternative zu Kunststoffen petrochemischen Ursprungs und auch als Alternative für die Verwertung von Biomasse (Stärke, Zucker, Zellulose usw.). Die bekanntesten Produkte sind heute PLA, PHAs oder thermoplastische Stärken.(1)

Grundsätzlich sollten diese Produkte gesammelt und mit den biologisch abbaubaren Rückständen kompostiert werden. Allerdings enthalten nicht alle sogenannten biologischen oder biologisch abbaubaren Materialien nur biolösliche Produkte.(2)

Ein Material ist biologisch abbaubar, wenn es unter der Einwirkung von in der Natur vorkommenden Mikroorganismen innerhalb kurzer Zeit vollständig abgebaut wird. Bei ihrem Abbau setzen biologisch abbaubare Materialien Wasser, Kohlendioxid (CO2) oder Methan (CH4) frei. Ein biologisch abbaubares Material kann aus erneuerbaren Rohstoffen (biologischen Ursprungs) oder nicht erneuerbaren Rohstoffen (Polymere fossilen Ursprungs) hergestellt werden.(2)

Der Wert für die Dauer des biologischen Abbaus ist daher wichtig, denn damit ein Produkt die Qualifikation biologisch abbaubar verdient, muss der Abbau in einer kurzen Zeit im Verhältnis zur menschlichen Lebenszeit erfolgen, und zwar unabhängig von dem zu seiner Herstellung verwendeten Rohstoff (biologischen oder fossilen Ursprungs).

Die Weltproduktion von biologisch abbaubaren Materialien liegt derzeit bei etwa 2 Millionen Tonnen pro Jahr, und mehr als 53% dieser Produktion sind für Verpackungen bestimmt. (3)

Überblick über biologisch abbaubare und nicht biologisch abbaubare Materialien und ihre Herkunft

Überblick über biologisch abbaubare und nicht biologisch abbaubare Materialien und ihre Herkunft (4)

Ökologische Auswirkungen

Biologisch abbaubare Materialien fossilen Ursprungs haben Auswirkungen, die mit denen von Kunststoffen vergleichbar sind.

Materialien biologischen Ursprungs haben auch Auswirkungen auf die Artenvielfalt, die Landnutzung, die Abholzung sowie den Wasser- und Energieverbrauch.(5) Andererseits haben Ökosysteme eine begrenzte Kapazität, biologisch abbaubare Materialien aufzunehmen, denn wenn sie in zu großen Mengen vorhanden sind, können sie eine Eutrophierung der natürlichen Umwelt verursachen.

Biologisch abbaubar ist daher nicht systematisch gleichbedeutend mit ökologisch und Null-Treibhausgasemissionen.

Abbaubarkeit und Recyclingfähigkeit

Die zu 100 % biologisch abbaubaren Materialien biologischen Ursprungs bauen sich in der Umwelt innerhalb von 2-3 Wochen bis 6 Monaten ab. Nachstehend finden Sie eine Vergleichstabelle zur Abbaubarkeit bestimmter Materialien.(6).

Degradationszeiten

Degradationszeiten (6)

Allerdings sind biologisch abbaubare oder biobasierte Materialien manchmal nur unter bestimmten Temperatur-, Feuchtigkeit- und Sauerstoffbedingungen vollständig biologisch abbaubar. Die vollständige biologische Abbaubarkeit in der Natur ist für keines der Produkte garantiert. Oxo-abbaubare Materialien enthalten Additive und zerfallen nur zu Mikroplastik. (7)

Andererseits entsteht in Methanisierungs- und Kompostierungszentren ein Gärrest (Materialrückstände), der ebenfalls nicht abbaubare Materialien enthalten kann, da es schwierig ist, festzustellen, ob die im Grünabfall enthaltenen Materialien für die verschiedenen Anlagen geeignet sind. Diese Rückstände gelangen somit in die Umwelt, weil diese Gärreste als Dünger oder zur Verbesserung der Humusbildung im Boden verwendet werden. In diesem Zusammenhang stellt die Verbrennung manchmal die beste Entsorgungslösung dar. (8).

Biologisch abbaubare Materialien

Biologisch abbaubare Materialien (7)

Vor- und Nachteile von biologisch abbaubaren Materialien (9)

Vorteile:

  • Unter optimalen Bedingungen sind sie biologisch abbaubar und können recycelt werden (Kompostierung, Methanisierung)
  • Nachwachsender Rohstoff für die meisten Materialien
  • Diese Materialien sind meist leicht
  • Einnige sind transparent

Nachteile:

  • Umweltauswirkungen in Bezug auf Wasserressourcen, Boden, Biodiversität, Kahlschlag
  • Wenn sie petrochemische Bestandteile (z. B. Additive) enthalten, sind sie biologisch weniger gut abbaubar
  • Geringe Wärme- und Feuchtebeständigkeit
  • Hohe Kosten

Literaturverzeichnis